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Ein Herzliches Dankeschön und Weidmannsheil
Lieber Herr Seibt,
Ich möchte Ihnen nochmals auf diesem Wege persönlich danken. Ihre ganzheitliche Art, auf die Natur und unser Wild zu schauen, hat mich bei unserem ersten Gespräch in Ihrer Jagdschule Ende November 2025 fasziniert. Wie Sie richtig vorhergesagt haben, gehe ich nunmehr mit offeneren Augen durch die Natur und freue mich, die Jagdausübung nunmehr von der praktischen Seite von Jagdfreunden zu lernen.
Frau Lemmerholz sowie Herrn Maisberger haben Dank Ihrer sehr engagierten und fürsorglichen Wissensvermittlung einen sehr hohen Anteil daran, dass ich mir den theoretischen Bereich der Jagd erschließen konnte.
Nach den für mich sehr eindrücklichen 2 Wochen intensiven Lernens möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich größten Respekt vor Ihrer Lebensleistung habe.
Ich wünsche Ihnen weiterhin eine gute Zeit und Weidmannsheil
E. B. 20. Februar 2026
Sehr geehrter Herr Seibt, sehr geehrtes Jagdschule-Seibt Team,
ich hatte ja im Vorfeld einige Jagdschulen angeschrieben, um zeitnah voran zu kommen. Sie waren die Einzige, die sich zurückgemeldet hat. Dafür werde ich Ihnen den Rest meines Lebens dankbar sein! Sie haben in unserem Telefonat gesagt, ich sende ihnen drei Bücher. Lesen sie die durch. Nicht auswendig lernen und kommen sie zu uns.
Ihre Bücher sind umfangreich und dennoch geschickt komprimiert, so dass man überhaupt die Gelegenheit hat, das Ganze gut zu erfassen, ohne dass die ersten Themen wieder stark verblasst sind. Ihre Ausbilder sind allesamt tolle, kompetente Persönlichkeiten und die zwei Tage mit Ihnen waren unbezahlbar. Sie haben den Gedanken geschärft, bedacht zu handeln und Dinge immer in Zusammenhängen zu betrachten.
Die Prüfung ist durchdacht aufgebaut, denn hier erfährt man leibhaftig, was es bedeutet Kopf und Körper in Ausnahmesituationen zu kontrollieren.
Liebe Grüße und allzeit Waidmannsheil, RR Oktober 2025
Künftige Waidfrauen stehen ihren Mann
Von wegen … „reine Männersache“! In der aktuellen Ausbildungsgruppe der Jägerschule des Wildmeisters Siegfried Seibt, der seit mehreren Jahren auf der Ebernburg seine Kurse zum Erreichen des Jagdscheins anbietet, befanden sich auch sechs Jagdscheinanwärterinnen. Alle durchliefen den Kurs mit den sich anschließenden anspruchsvollen Prüfungsteilen in Theorie und Praxis. Waffenhandhabung und Waffengebrauch gehören dabei ebenso dazu wie Mitarbeit beim Hochsitzbau, das Anlegen von Biotopen oder der Umgang mit jagd- bzw. naturschutzrechtlichen Fragestellungen. Damit hatten sie ihr „Grünes Abitur“ in der Tasche und können nun an ihren Wohnorten Jagdscheine lösen.
Prüfungsvorsitzender Kreisjagdmeister Prof. Dr. Hans-Joachim Bechtoldt konnte den frischgebackenen Jägerinnen und Jägern im Beisein der Vertreterin der Unteren Jagdbehörde, Brigitte Dörschug, die staatlichen Prüfungszeugnisse aushändigen. Er betonte bei seiner Ansprache, dass speziell auch die Teilnehmerinnen des insgesamt 18 Prüflinge aus Rheinland-Pfalz und Hessen umfassenden Kurses in den Schießdisziplinen Faustfeuerwaffe, Büchse und Flinte hervorragende Leistungen erbracht hätten. Insgesamt sei festzustellen, dass sich unter den jährlich rund 130 im Kreis Bad Kreuznach examinierten Prüflingen immer mehr junge Leute befänden und mittlerweile gut ein Drittel davon Frauen seien. Auch auf Jagden seien immer mehr Jägerinnen, Jagdhornbläserinnen und Hundeführerinnen anzutreffen.
In den überregional orientierten Kursen des Wildmeisters Seibt, gehören nun statistisch gesehen, seit Jahren Jagdscheinanwärterinnen zum festen Bestand. Entsprechend passt dabei ins Bild, dass zum festen Stamm der im Auftrag der Unteren Jagdbehörde Bad Kreuznach ehrenamtlich tätigen Jägerprüfungskommission erfahrene Jägerinnen zählen. Eine davon z. B. ist Monika Berg aus Spall, die das Fach Tier- und Naturschutz bzw. Landschaftspflege vertritt, die andere Carmen Thomas-Bechtoldt, die als Obfrau für Jagdliches Brauchtum auf Kreis- und Landesebene ihr Wissen in den Bereichen Jagdbetrieb, Brauchtum und Jagdhunde einbringt. Beide nutzen übrigens den Kontakt zu Prüflingen um für ihre Tätigkeitsschwerpunkte im ehrenamtlichen Bereich zu werben: Frau Berg sucht stets engagierte Mitarbeiter, die sie bei der Arbeit mit der „Rollenden Waldschule“, mit Dutzenden von Tierpräparaten in Kindergärten und Grundschulen gern gesehen, unterstützen. Frau Thomas-Bechtoldt rekrutiert bereits erfolgreich Jagdhornbläsernachwuchs zur Unterstützung der unterschiedlichen Bläsergruppen im Kreisgebiet. Jahrhundertealtes Brauchtum kann auf diesem Wege bewahrt und an Nachfolgegenerationen weitergegeben werden.